Eine Hundegeschichte, die in Andalusien ihren Anfang hat und in Deutschland weiter geht.

Ein Bericht von M. Frisch.

       bitte anklicken um die Geschichte zu lesen

Nami bekommt eine zweite Chance!


Über die Schaltfläche "cc" im Video, können Sie den Untertitel zwischen deutsch und englisch wechseln.

Wir danken Marina und Ángel für dieses schöne Video.

Dunia

Liebe Vereinsfreunde!

Letzte Woche erhielten wir eine Email von unseren Kollegen aus Spanien. Darin enthalten war dieser Kurzfilm von unserer Dunia!

Noch vor einigen Wochen war Dunia eine völlig verängstigte und menschenscheue, kleine Hündin. Ein Tier, daß offensichtlich niemals eine positive Begegnung mit Menschen erlebt hatte. Unsere Kollegen in Spanien hatten zuvor Monate damit zugebracht, die kleine Dunia (welche ständig neue Welpen zur Welt brachte) an ihrem Aufenthaltsort in den Dünen "anzufüttern" um sie letztlich irgendwann einfangen und in unser Tierheim bringen zu können. 

Nun macht es uns überglücklich, die kleine Maus schon heute so entspannt, fröhlich und lebenslustig zu sehen... !

Diese Freude möchten wir unbedingt mit Ihnen teilen!

Dunia hat eine Chance bekommen und diese genutzt. Nun fehlt uns nur noch eine liebe Familie für sie, damit Dunias Glück endlich perfekt wird!

So glücklich können Sie unsere Tiere und unsere Tiere Sie machen


Wir danken Jasmin und Benji für dieses schöne Video.

Pedro`s Dank

Hallo ich bin PEDRO XI 
Mein voller Name DON PEDRO XI von ANDALUSIEN - aber meine Freunde nennen mich Pedro.
Meine kleine Geschichte soll Euch helfen, weiter an das Bessere zu Glauben und ist allen Helfern gewidmet. 
Ich bin , oder besser ich soll, 5Jahre alt sein. Mit einem spanischen Maßstab 45cm hoch. Mit einem deutschen Zollstock exakt 39cm.
Ein Dackel ( hierfür spricht der Blick) jedoch nicht mit den hässlichen krummen Beinen wie die von`so und so.

Es war eine böse Erfahrung als man mich in der Hölle einer Tötungsstation abgab.
Schlimme Sachen erzählte man sich untereinander … aber auch von einer kleinen Chance.
Ich hatte mir vorgenommen diese zu nutzen und machte mich groß … streckte meine kleine Schnauze einfach durch die Gitterstäbe und setzte meinen unverwechselbaren Dackel-blick auf. 

Internet war das Zauberwort und darin erschien ich. Unter dem Suchbild: 

Rüde 11 

Er hieß Werner und entdeckte mich und für Renate war es Liebe auf den ersten Dackel-blick.. 
Nach Paderborn sollte ich mit einem Flugpaten gebracht werden. Leider war ich nicht gesund und konnte nicht mit fliegen.
Bange Stunden mussten überstanden werden, aber Tante Guru in Paderborn sprach ein Machtwort.
Doch dann die Nachricht …. auf in den Reisebus und ab nach Oberhausen.

Der Fahrer war Super und alle waren froh, in Oberhausen angekommen zu sein.
Zuerst Wasser und dann … was für ein Auflauf. Jede Menge Zweibeiner.
Wir liefen alle durcheinander und schon bald fand der „Eine oder die Andere“  eine Leine an deren  Ende ein furchtbar lieber Mensch hing.
Irgendwann kam ich an die Reihe .. Renate hatte mich zuerst erkannt und bevor ich noch nachdenken konnte war ich im Auto gelandet.

Ein kurzer dankbarer Blick an alle Helfer und ab ging es.  Nur einige Meter, dann musste um geräumt werden.
Ich auf die Rückbank … der Krempel nach hinten ….. Ordnung muss sein, denn der Gast sitzt hinten, Fahrer und Beifahrer vorn.
Beeilung war angesagt, denn das Fußballspiel England – Deutschland stand an und bis an die Ostsee waren es noch 465km.
Dann ging alles wie … na wie schon.
Eine Große Hütte wurde geöffnet. Der Fernseher angestellt und etwas furchtbares wurde mit mir gemacht.
Ich kam in eine weiße Blechdose und dachte es ist aus. Wasser kam aus einem Schlauch, mit Seife wurde ich eingeseift. Waschen nennen das die Zweibeiner.... welche Wasserverschwendung …
Das weiche Handtuch danach war eine Wucht .
Aber besser noch die kraulenden Hände von Werner und Renate ja wenn da nicht der viel zu kleine Hocker gestanden hätte, auf den Werner seine Füße gelegt hatte. Sofort stand mein Entschluss fest… begossen wird der sicher wachsen ,,,. Dran-gepinkelt.
Die folgende Lektion „gelber Putzlappen“ sagte mir … der wächst so nicht!

„ Glücksmomente !“ Essensduft erreichte meine Nase. Ab in die Küche ...hie was war dass ?? Ohne zu schnuppern , ohne nachzudenken stellte ich einen Weltrekord im
                           Napf leer- fressen auf.

Danach zum Spaziergang in den Segelverein. Standesgemäße Bewunderung inbegriffen.
Nach dem zweiten Fußballspiel , ich hatte meinen Platz auf dem Sofa eingenommen

waren meine beiden Entdecker müde und ich fand ein Superbett … wie ich dachte … in der Küche.
Wie sich später aber herausstellte sollte ich wohl die fast 2m hohe silberne Dose bewachen. Die Dose müsst Ihr wissen, beherbergt Wurst und tausend lecker Sachen.

Doch ….Dieser Tag hatte zwei Sieger … Die Deutsche Nationalmannschaft und mich....

Der Erste Morgen !
Ich schlief noch fest als Werner in die Küche kam. Doch dann machte ich Ihm Beine, ab in den Garten, das kleine Geschäft und Frühstück. Dann wieder in den Garten.
Hier musste für Ordnung gesorgt werden.
Nach kurzer Besichtigung stand fest, die Blumenbeete entsprechen nicht der Euro-Norm „Hund.“
Ein großes Loch musste her, zum reinlegen.
Renate stoppte das Unternehmen „Hund-gerechtes Blumenbeet“ aber was soll es.
Werner meinte …  der läuft nicht weg, … Renate meinte doch .. ich dachte gut gefressen .. ein sonniger Tag und in der Nachbarschaft ein paar schöne deutsche Fräuleins, davon hatte ich schon gehört und … ab um  die Ecke.
.., doch es ging nicht weit. An der, wenn auch langen Leine, soll ich nun so lange bleiben, bis ich mich an das Haus gewöhnt habe.
… Die sind wirklich so dumm und denken ich wolle hier je wieder fort. …

Bald bekomme ich die Deutsche Staatsangehörigkeit.   „Eine Hundemarke“ Bei der XXX bin ich schon versichert … Ehrlich was soll mir noch passieren.
Die Sonne scheint und sie sind verschwunden ..
die dunklen Wolken der Vergangenheit … verblasen von einer steifen Ostseebrise ...

Großen Dank an  Euch  

Katharina – Claudia – Andreas – Tante Guru und alle fleißigen 4Pfotenhelfern

Euer PEDRO

 

NS: in den Verein muss ich auch noch … aber sicher ein toller Spaß

„ Glückauf“

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Und es gibt sie doch … die wahre Liebe!


Wir würden Ihnen gerne eine Geschichte erzählen! Eine, die wahr und wirklich ist, und einem das Herz wärmt.

Es ist die Geschichte von Sheila.

Damit Sie wissen von wem wir sprechen, hier unsere Beschreibung von Sheila, die wir auf unserer Patenhund-Seite eingestellt hatten, da sie nicht mehr zu vermitteln war:

Sheila wird unser Tierheim nicht verlassen können! Sie ist schwer traumatisiert und absolut unverträglich mit anderen Hündinnen. Wir wissen nicht genau, was sie alles ertragen und erleben musste, um so zu werden! Zum Menschen ist sie (wie all` unsere Hunde) einmalig lieb und genießt jede Streicheleinheit.
Sheila gehört zu den Hunden, die gefährlich aussehen und keine Chance auf eine Vermittlung haben.
Sie ist ca. 4 Jahre alt und wurde uns vor 2 Jahren von einem Mann gebracht, der versprach sie nach 2 Monaten wieder abzuholen. Seitdem warten wir - Sheila wohl nicht mehr!?
Sie ist wie viele Hunde hier total unterfordert. Da sie aber nicht mit den anderen Hunden frei laufen kann, darf sie immer erst aus ihrem Zwinger, wenn alle schon wieder drin sind. Sie ist immer alleine - das macht uns und sie sehr traurig.


Nun zu der Geschichte:
Es war ein Tag wie jeder im Tierheim: Zwinger säubern, Hunde füttern, spazieren gehen, Streicheleinheiten verteilen etc…, als plötzlich ein Mann vor dem Tor des Tierheims auftauchte. Er hatte ein Päckchen dabei und wirkte sehr unsicher. Auf unsere Frage, was wir für ihn tun könnten, erwiderte er, dass er seine Hündin suche. Er nestelte nervös an seinem Päckchen herum und fischte mehrere Fotos heraus.

Wir erkannten sie sofort: Sheila in allen erdenklichen Lebenssituationen: beim baden, beim spazieren gehen, beim kuscheln, … in ihrem alten Zuhause! Mit eben diesem Mann.

In diesem Moment wurde klar, wer er war! Er hatte Sheila vor 2 Jahren ins Tierheim gebracht und sein Versprechen gegeben, sie nach 2 Monaten wieder zu holen.

Die erste Reaktion war WUT! „ Sie haben Sheila vor 2 Jahren gebracht und ihr und uns versprochen, sie zu holen! Und zwar schnell! Sie sagten damals, sie wären beruflich unterwegs und könnten sie nicht mitnehmen! Würden sie aber sicher holen! Sie haben ihr das Herz gebrochen und sie leidet jeden einzelnen, verdammten Tag hier! Sie ist nicht verträglich und aggressiv! Sie ist zu einem Sonderling und Einzelhund geworden! Was denken sie sich dabei? „

Der Mann, der schon lange weinte, sagte: „ Ich habe mich damals nicht getraut Ihnen die Wahrheit zu sagen! Ich war heroinabhänig und hatte gehofft, dass meine Therapie nur 2 Monate dauert. Ich habe das unterschätzt und 2 Jahre gebraucht, um mein Leben in den Griff zu bekommen! Ich bin heute frei von Drogen, habe einen festen Job und eine sehr schöne Wohnung direkt am Strand. Und nun möchte ich mein Mädchen holen. Ich habe jeden einzelnen Tag in den 2 Jahren an sie gedacht und ihr das feste Versprechen gegeben, sie zu holen, wenn ich wieder stehe! Darf ich sie sehen? “

Wir gingen gemeinsam zum Zwinger.
Sheila sah ihn kommen. Sie saß ganz still dort, jede Nervenfaser angespannt, wie ein Kind, dass es nicht glauben kann, dass das Christkind wahrhaftig kommt. Als er sie beim Namen rief, viel alles von Sheila ab. Sie freute sich so unbändig und war plötzlich ein Hund, den wir so nie im Tierheim gesehen hatten.

Sie lagen gemeinsam auf dem Boden des Zwingers und umarmten sich, ließen ihrer absoluten Freude freien Lauf und waren außer sich vor Glück!

Die beiden waren eine Einheit – das konnte jeder spüren!
Nach so langer Zeit war nichts außer Liebe und Verständnis zwischen ihnen.

Sheila, die niemals mit anderen Hunden gemeinsam aus ihrem Zwinger durfte, verließ unser Tierheim hoch erhobenen Hauptes „bei Fuß“ an der Seite ihres Herrchens. Ohne Leine aber mit der Sicherheit geliebt zu werden und durchschritt gelassen die Hundemeute, mit der sie nie klar gekommen war.

… und sie hat doch gewartet! Zu Recht!