Liebe Freunde, Förderer, Adoptanten und Interessierte,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Frau Pauwelen, die 1. Vorsitzende des Vereins „Hunde aus Andalusien e.V“, ihren Verein aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen aufgelöst hat.
Um jedoch den Tieren in Andalusien / Ayamonte weiterhin helfen zu können, haben wir, ihre ehemaligen Mitstreiter, uns zusammen getan, um Frau Pauwelens Arbeit fort zu führen.
Da eine Vereinsgründung eines längeren Vorlaufes bedarf, können wir uns momentan nur „Interessengemeinschaft“ nennen. Aus Gründen der Rechtsnachfolge übernehmen wir weder die Domain, noch den Namen des Vereins. Sie erreichen uns ab jetzt unter www.Hund-aus-Andalusien.de

Das alles hat aber auf unsere Arbeit für die Hunde keinerlei Einfluss. Wir beraten Sie und vermitteln unsere Hunde weiterhin mit der von Ihnen gewohnten Sorgfalt, denn wir sind – mit Ausnahme von Frau Pauwelen – das GLEICHE Team geblieben. Auch die spanischen Kollegen, mit denen wir bisher zusammen gearbeitet haben, sind die gleichen, daher ist lediglich der veränderte Name bei der Suche der Homepage zu beachten.
Die Kategorien unserer Seite können nur nach und nach frei geschaltet werden, da zunächst eine Überarbeitung erfolgen muss. Dennoch können wir Ihnen schon heute versprechen, dass sich in Kürze alle Kategorien der Seite wieder aufrufen lassen.

Wichtige Punkte, die sich bis zur Gründung eines neuen Vereins für Sie ergeben sind:

• Wir dürfen die Hunde bis zur Eintragung eines Vereins ins Vereinsregister nur als Privatpersonen vermitteln. Der Vermittlungsvertrag ist daher neutral gestaltet und mit keinem Vereinsnamen versehen.

• Sie können weiterhin für das Tierheim in Ayamonte spenden (was für die kommenden Wintermonate auch dringend nötig ist), jedoch können wir erst nach der Vereinsgründung UND der Anerkennung der Gemeinnützigkeit eine Spendenquittung ausstellen. Der spanische Verein jedoch stellt Ihnen diese Bescheinigung gerne aus, wobei noch geprüft werden muss, ob diese Bescheinigung vom deutschen Finanzamt anerkannt wird.
Für nähere Informationen nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

• Die Interessengemeinschaft „Hund-aus-Andalusien“ besteht zu 100% aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, d.h. ALLE Aufwandsentschädigungen, die bei der Adoption eines Hundes anfallen, werden auch zu 100% an Spanien weitergeleitet. Evtl. anfallende Tierarztkosten von adoptierten Hunden werden in begründeten und dringenden Fällen nach Absprache mit Spanien erstattet. Der spanische Vorstand prüft und entscheidet jeden einzelnen Fall; die Interessengemeinschaft „Hund-aus-Andalusien“ verfügt über KEINE finanziellen Mittel und kann daher auch KEINE Kosten übernehmen. Wir stehen Ihnen aber bei der Korrespondenz mit Apapa hilfreich zur Seite.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen neuen Verein zu gründen und die Internetseite mit allen Funktionen wieder herzustellen. Für Sie als Freunde, Förderer, Mitglieder und „Fans“ von ehemals Hunde aus Andalusien e.V. ändert sich im Grunde nichts; wir sind weiterhin für Sie als Ansprechpartner da!

 

Damit wir unsere Kraft auf die neuen Aufgaben richten können, möchten wir Sie bitten, Ihre Fragen bezüglich der Vereinsauflösung von „Hunde aus Andalusien.e.V.“ direkt an Frau Pauwelen zu richten. Da wir uns in der Vergangenheit lediglich um die Vermittlung der Tiere, den Kontakt zu den Adoptanten, die Korrespondenz mit Spanien und die Sachspendenbeschaffung gekümmert haben, sind uns Interna des Vorstandes nicht hinreichend bekannt, um Ihre Fragen beantworten zu können. Diese Bitte betrifft auch unser Gästebuch, welches in Kürze frei geschaltet wird. Im Sinne eines Neustarts und vor allem mit dem Blick auf unsere Tiere, laden wir Sie herzlich ein, das Gästebuch für Anregungen, Kritik und Erfahrungsaustausch sowie die Berichterstattung über unsere Glückspilze zu nutzen, jedoch jedweden Kommentar oder Fragestellung zu „Hunde aus Andalusien e.V.“ zu unterlassen. Bitte zeigen Sie schon im Vorfeld Ihr Verständnis, so dass wir (aus rechtlichen Gründen) nicht gezwungen sind, Ihren Beitrag zu löschen.

Bitte schauen Sie mit uns auf eine Zukunft, die möglichst vielen unserer tollen andalusischen Tiere ein glückliches Leben in ihrer eigenen Familie bescheren wird. Wir arbeiten weiter mit aller Kraft daran und hoffen auf Ihre Unterstützung.

Das alte und neue Team
(in alphabetischer Reihenfolge)

Annette van Doornick
Kathrin Gerigk
Jörg Möller
Astrid Neidek
Petra Schumann

Hilfe für Hunde aus der Tötungsstation

Ein Tierarzt der in einer Tötungsstation in unserer Region tätig ist, bat uns um Hilfe.

Es fällt ihm mittlerweile immer schwerer die Hunde einzuschläfern, und er möchte ihnen zumindest eine winzige Chance geben doch noch eine Familie zu finden, bevor er sie töten muss. Er hat eine Frist bis zum 24.06.10 von seinem Arbeitgeber ( dem spanischen Staat ) bekommen. Danach muss er die Hünde töten.
In Spanien ist die Gesetzeslage so, dass Hunde eingeschläfert werden müssen, wenn sie nicht innerhalb von 30 Tagen einen neuen Besitzer finden.


Wir haben von einigen Hunden schon Fotos machen können, aber leider ausser Geschlecht, Alter und Grösse zur Zeit noch keine weiteren Angaben.

Alle Hunde sind aber - sollten sie eine Familie finden - geimpft, gechipt, kastriert und auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

Wenn sie einem dieser Hunde eine Pflege- oder idealerweise eine Endstelle bieten können, bekommen sie den dankbarsten Gefährten den sie sich wünschen können.

Bitte schauen Sie auf unsere "Zuhause gesucht" Seite.
Das wir die Hunde diesmal nur "durchnummeriert" haben , ist keine Lieblosigkeit, es vereinfacht nur die Kommunikation mit der spanischen Tötungsstation.

___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

WEIHNACHTS-NEWSLETTER 2009

Hoffnung
Wie wäre ein Winter zu ertragen,
ohne Hoffnung auf den Frühling,
wie ein Abschied auszuhalten,
ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen?
Nur die Hoffnung,
dass es immer wieder hell wird,
lässt uns die langen,
finsteren Nächte durchstehen


Unseren diesjährigen Weihnachts-Newsletter möchten wir – sinnbildlich - nicht den finsteren Tagen und Nächten, nicht dem Abschied und auch nicht dem Winter widmen. Sondern der Hoffnung und den hellen Tagen!Für 270 Hunde schlossen sich 2009 die Zwingertüren für immer, denn Sie durften in ihre eigenen Familien ausreisen. 270 Hoffnungsschimmer, die am Ende zu unseren hellen Momenten gehörten.

Natürlich sind auch wir manchmal verzweifelt, wenn immer mehr Hunde in unser Tierheim gebracht werden und es scheinbar keinen Ausweg gibt.
Dass wir aber niemals die Hoffnung aufgeben dürfen, zeigen folgende Beispiele aus dem vergangenen Jahr:

Dulcinea ( die Süße ) und Toni:
Dulcinea und Toni waren 5 Jahre bei uns im Tierheim. Dulcinea wurde aus einem Verschlag befreit, in dem sie von Jägern gefangen gehalten wurde. Toni kam zu uns, weil sein Herrchen starb und die Erben ihn einfach auf der Straße zurück gelassen hatten.
Dulcinea kroch die erste Zeit nur und konnte kaum laufen. Eine Handbewegung genügte, um sie aufschreien zu lassen, als habe sie Todesangst.
Dulcinea lernte dann Toni kennen und sie mochten sich so sehr, dass sie unzertrennlich wurden.Sie bewegten sich keinen Schritt ohne den jeweils anderen.
Viele Mitarbeiter versuchten immer wieder Dulcinea auszuführen. Aber ihre Schreie schreckten jeden ab; man wollte sie ja auch nicht bedrängen. Also ließ man sie in Ruhe. Wir setzten Dulcinea auf unsere Patenhund – Seite, da wir sie für unvermittelbar hielten.

Toni bellte sich seit jeher die Seele aus dem Leib. So ließ man ihn auch mehr oder weniger sich selbst überlassen. Jahre später begann eine Gruppe von Engländern mit dem „Dogwalking“. Jeden Freitag kamen sie, um alle Hunde des Tierheims spazieren zu führen.

Ein sehr netter, freundlicher Mann hatte die glorreiche Idee, Toni als ersten anzuleinen, dann Dulcinea. An diesem historischen Freitag standen alle Mitarbeiter fassungslos da. Dulcinea schrie nicht, sie kauerte sich nicht platt auf den Boden – SIE LIEF!

Erst noch schüchtern, aber willig zusammen mit ihrer großen Liebe Toni die Welt außerhalb des Tierheims  zu erkunden. Der kleine, dauerkläffende Toni hatte geschafft woran wir alle gescheitert waren. Er gab Dulcinea die Sicherheit, die sie benötigte und nahm ihr die Angst, indem er mutig voran lief. Hier könnte die Geschichte enden. Allerdings wäre sie dann keine wirkliche „Weihnachtsgeschichte“.

Wie jedes Jahr, wenn es auch in Andalusien kälter und regnerischer wird, machten wir uns große Sorgen um Dulcinea, die die nassen, kalten Winter immer schlechter überstand. Man merkte der alten Dame an, dass sie stark daran zu knabbern hatte.

Wir richteten uns darauf ein, ihre Hütte warm auszukleiden in der Hoffnung, dass sie diesen Winter auch noch einmal überstehen würde.

Und dann geschah das, woran keiner mehr geglaubt hatte:
ein Anruf einer deutschen Kollegin, die mitteilte, dass sie eine Familie für Dulcinea gefunden hat. Eine FAMILIE für DULCINEA! Zuerst waren wir sprachlos, dann überglücklich und dann… dann dachten wir an Toni.
Konnten wir es überhaupt wagen Dulcinea ohne Toni nach Deutschland zu schicken. Würde sie ohne ihren Toni zurecht kommen? Und noch schlimmer, was würde Toni machen, wenn er alleine im Tierheim zurück bleiben müsste. Würde er es sein, der ohne Dulcinea vielleicht den Winter nicht übersteht?

In unsere große Freude für Dulcinea mischte sich ein bitterer Beigeschmack und die Sorge um Toni. Mit mulmigem Gefühl wurden alle Vorbereitungen getroffen, um Dulcinea am 12. Dezember mit dem Transport nach Deutschland zu bringen. Alle hofften sehr, dass diese Entscheidung wirklich die richtige war. Und dann geschah zum zweiten Mal in diesem Dezember ein „Wunder“.

Ein erneuter Anruf unserer Kollegin, die mitteilte, dass Toni ebenfalls mit dem Transport am 12. Dezember mitkommen könnte. Er habe in Deutschland eine Pflegestelle, die ihn liebend gerne aufnehmen würde.

Über fünf Jahre hatte sich niemals auch nur ein Mensch für Dulcinea oder Toni interessiert. Wir hatten nie eine einzige Anfrage für die beiden. Und nun war unser Traum wahr geworden: unser altes Liebespaar durfte den Zwinger gemeinsam verlassen und keiner musste zurück bleiben.

Dulcinea und Toni sind nun in Deutschland bei ihren Familien angekommen. Beide fühlen sich sehr wohl und genießen ihr neues Leben in vollen Zügen.



Die Hoffnung auf ein Leben außerhalb des Zwingers erfüllte sich 2009 noch für weitere, ehemalige „Sorgenkinder“.

Blanca lebte 6 Jahre bei uns im Tierheim. Sie wurde als Welpe vermittelt und nach kurzer Zeit wieder abgegeben, da sie den Leuten zu anstrengend war. Heute lebt sie bei einer sehr netten Dame und freut sich ihres Lebens.

Malinka musste ebenfalls 6 Jahre warten, bis sie ein Leben in Freiheit führen durfte. Sie war schon so lange bei uns, dass wir gar nicht mehr wussten, woher sie eigentlich kam. Heute hat sie ihren Platz bei einem netten, älteren Herrn gefunden, der sie nach Strich und Faden verwöhnt.

Tim lebte ebenfalls 6 Jahre bei uns und wurde uns als Welpe gebracht. Er kannte nur die Gefangenschaft und entwickelte sich trotzdem zu einem wunderbaren, liebevollen Hund. Heute genießt Tim seine Freiheit gemeinsam mit seiner eigenen Familie.

Dies sind natürlich nur einige wenige Beispiele unserer Vermittlungen des letzten Jahres. Dennoch sind es gerade diese Fälle, die uns Mut machen die Hoffnung niemals aufzugeben.

Hoffnung möchten wir auch Concha geben.
Concha befindet sich bereits in Deutschland auf einer Pflegestelle. Sie steht noch nicht auf unserer Vermittlungsseite, da sie sich gesundheitlich erst einmal stabilisieren musste.

Concha fanden wir in einem schlimmen Zustand auf der Straße.
Die junge Hündin war voller Zecken, absolut unterernährt und völlig verängstigt. Sie hatte eine beidseitige Ohrenentzündung und jede Menge Wunden am Körper. Was aber viel schwerer wog, war eine alte Verletzung  am rechten Hinterlauf. Im August kam Concha nach Deutschland und wurde in der Tierklinik in Narkose geröntgt. Das Ergebnis: ein sehr komplizierter Bruch im hinteren rechten Sprunggelenk. Die Knochen waren verdreht wieder zusammen gewachsen. Um dies zu richten, müsste man die Knochen auseinander sägen und mit Schrauben und Platten wieder in ihre ursprüngliche Stellung bringen.

Eine aufwendige, komplizierte OP ! Leider konnte sie nicht operiert werden, da die Wachstumsfugen noch nicht geschlossen waren - die Operation wurde um 3 Monate verschoben. Ende September wurde Concha erneut in der Klinik vorgestellt. Der Arzt stellte dabei eine Luxation der Knieschreibe fest. Das ist eine schmerzhafte Verlagerung der Kniescheibe.

Eine OP wurde dringend erforderlich. Es war unabdingbar zunächst die Luxation zu behandeln um die Gelenksituation im Knie zu stabilisieren. Die Operation des Sprunggelenks musste zurückgestellt werden.Concha muss in etwa 3 Monaten erneut geröntgt werden und dann wird entschieden, ob eine weitere OP notwendig wird.Nach der letzten OP geht es der Kleinen gut. Sie ist eine super liebe, geduldige  Patientin.

Alleine diese ersten Behandlungen haben bereits über 700 Euro verschluckt. Sollte eine weitere OP erforderlich sein, übersteigt das derzeit unser Budget. Helfen Sie uns Concha zu helfen! Gemeinsam können wir erreichen, dass Concha die Hoffnung auf ein ganz normales Leben nicht aufgeben muss.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit,
ein zufriedenes Nachdenken über Vergangenes,
ein wenig Glaube an das Morgen und Hoffnung für die Zukunft!
Herzlichen Dank !


Vorstand Hunde aus Andalusien e.V.
Katharina Pauwelen
Claudia Costanza
________________________________________

Bankverbindung:
Hunde aus Andalusien e.V.
Konto 946988
BLZ 320 500 00
Sparkasse Krefeld

Weihnachts-Newsletter 2008

Liebe Freunde, Mitglieder, Pflegestellen, Helfer und Förderer der Hunde aus Andalusien,

auch in diesem Jahr möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken!
Es war Dank Ihrer Hilfe ein erfolgreiches Jahr.
265 Hunde konnten 2008 in ihre eigene Familie umziehen. Im Jahr zuvor waren es noch 112 Hunde.


Wie in jedem Jahr gab es besonders schöne Momente…und leider auch besonders traurige Geschichten.

Wir mussten von vielen geliebten Tieren Abschied nehmen.  Junge, Alte und auch Babys. Alle haben eins gemeinsam: sie landen bei uns als Abfall der menschlichen Gesellschaft. Das macht uns sprachlos, wütend, unendlich traurig und oft mutlos. Es sind zu viele, die einfach weggeworfen werd


- Abschied von vielen, namenlosen Babys, die noch gar nicht auf unserer HP waren: winzige ( manchmal kaum 2 Wochen alte ) Welpen, die in Müllcontainern gefunden werden, die im Karton vor unsere Tür gestellt werden – schon halb verhungert und verdurstet - , die einfach auf die Autobahn geschmissen werden, an Bäume angebunden werden zum verhungern. Geprügelt, missachtet, missbraucht –  als Müll zur Welt gekommen, wie Müll behandelt, wie Müll entsorgt. 
- Abschied von Lady: Unsere sanfte, zarte Lady hat uns verlassen.Keiner weiß, woran sie gestorben ist. Sie lag tot in ihrem Zwinger. Wir fürchten, dass sie sich selber aufgegeben hat! Lady wurde auf der Straße gefunden – Abfall und nicht mehr benötigt.



Abschied von Djanna:  Djanna wurde vermutlich ausgesetzt und danach überfahren. Sie lag tagelang hilflos und ausgezehrt an einer Schnellstraße. Keiner hat angehalten um ihr zu helfen.  Wir brachten dieses ausgezehrte Bündelchen nach Deutschland, um sie hier operieren zu lassen. Es sah gut aus. Während der Narkose stellte sich aber folgendes heraus: Djanna hatte nicht nur ein zertrümmertes Hinterteil, sondern ebenfalls völlig zertrümmerte Schulterblätter, Schultergelenke und Vorderbeine. Sie hatte keine Chance! Abfall, den man nicht einmal mehr von der Straße kratzen möchte. 




Abschied von Gusti
Gusti hat uns verlassen und mit ihm ist ein Stück Hoffnung auf Frieden und Glück gegangen!Gusti war ein Sonnenschein, ein Silberstrahl, eine wunderbare Genugtuung. Seine Nieren haben versagt und er hatte keine Chance mehr. Gusti wurde ebenfalls auf der Straße gefunden. Er streunte dort auf der Suche nach Futter mutterseelenalleine herum.  Abfall, den man entsorgt hat. 


Abschied von Bruno
Bruno war schon todkrank als er zu uns kam. Wir haben alles versucht, um ihm zu helfen.
Bruno starb nach nur 4 Wochen bei uns im Tierheim ( nachdem er der Tötungsstation, wo er Monate lang lebte,  entkommen war ) an Nierenversagen.
Als Abfallprodukt der "menschlichen" Gesellschaft von seinen eigenen Besitzern zum töten abgeliefert.  



Abschied von Djingo
Auch Djingo hat es nicht geschafft! Er lag morgens tot in seinem Zwinger. Mit nur 4 Monaten.
Wenn Babys sterben ist es für uns immer sehr schlimm! Ein nicht gelebtes Leben macht unendlich traurig. Zumal es Menschen eingeleitet haben, die ihn schon als Baby verkümmern haben lassen. Sie haben ihn mit nur 8 Wochen einfach auf die Straße geschmissen.  Kleiner, unbedeutender Abfall.  



Abschied von Aturo
Als er zu uns kam (er wurde ebenfalls auf der Straße gefunden), war er in einem sehr erbärmlichen Zustand. Aturo hatte Hautmilben und sah nicht „ schön“ aus.  Das war vermutlich der Grund seiner „ Entsorgung“.  Woran er letztendlich starb, wissen wir leider nicht.  


Abschied von Robby
Roby hat es nicht geschafft! Er war nur 6 Monate alt, als ihn seine Kräfte verließen.
Roby ist einfach eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Vielleicht hat er einfach aufgegeben.
Der süße Roby wurde auf der Landstraße aufgegriffen. Man hat ihn dort wohl entsorgt und er irrte völlig orientierungslos umher. Roby war ein sehr sanfter, liebevoller Hund.  


Abschied von Momo
Momo war schon sehr krank als wir ihn fanden. Er ist nach 3 Monaten in seiner Pflegestelle in Spanien gestorben. Momo irrte tagelang in der Stadt umher. Er wurde ausgesetzt, da er sehr orientierungslos wirkte.  Momo ist ein absolut lieber Kerl, der sehr auf den Menschen fixiert ist. Er hatte sicher schon einmal ein Zuhause - wurde dann aber wohl nicht mehr gebraucht. Also raus damit. 


Abschied von Matteo
Matteo wurde uns alt und krank ans Tor des Tierheims angebunden. Er war ein sehr liebevoller und ruhiger Hund, der Monate bei uns lebte.  Wir hatten ihn sehr gerne. Matteo hat sich nicht nur in unseren Herzen verewigt, sondern auch im Tierheim. Als wir den Betonboden für die neue Katzenstation gegossen hatten, lief Matteo dort durch ( er lief immer frei ) und hat seine Fußabdrücke dort hinterlassen. Uns bedeutet dies sehr viel: eine wunderbare Erinnerung an einen wunderbaren Hund. Seinem ehemaligen Besitzer hat noch nicht einmal Matteo selber etwas bedeutet. Alt und krank – weg damit!  


Abschied von Ivory
Ivory wurde ebenfalls auf der Straße gefunden. Sein Kiefer war gebrochen und wir ließen ihn nach Deutschland kommen, um ihn hier zu operieren. Ivory hat die OP nicht überlebt! Seine Verletzungen waren schlimmer als gedacht! Sein Kiefer war komplett zertrümmert ( schon längere Zeit ) und faulte in seinem Maul. Unter dieser schweren Verletzung hatten sich Tumore gebildet, die ebenfalls schon faulten. Ivory wäre elendig gestorben, wenn wir dies nicht vorher festgestellt hätten. Uns blieb nur noch, ihn in Würde gehen zu lassen! Er ist aus der OP nicht mehr erwacht. Ivory wurde entweder von einem Auto angefahren oder massiv geschlagen.  Wir möchten es nicht wissen! Auch er gehört zu den Abfallprodukten der Menschheit.  
Wir möchten Ihnen mit diesen Bildern und Geschichten verdeutlichen, dass es keine Ausnahme ist einen Hund einfach wie Müll zu entsorgen. Es ist der Standart. Wir kämpfen gegen Windmühlen und es bessert sich in Spanien kaum etwas! Keiner fühlt sich für die Tiere zuständig, die zu tausenden auf den Straßen herum laufen. Die spanische Regierung löst dieses Problem mit Tötungsstationen.

Wir bekommen im Tierheim täglich neue Anfragen, ob wir herrenlosen, misshandelten, kranken, alten, Tieren helfen können. Meistens müssen wir dies ablehnen, da wir nur Platz für maximal 120 Hunde haben. 
Je mehr Hunde wir aber vermitteln, desto mehr Platz ist im Tierheim für all die unzähligen Schicksale, die draußen auf uns warten.

Die wichtigste und schönste Motivation ist aber die, die Kraft schenkt und wieder Hoffnung gibt!
Wir hatten im letzten Jahr viele davon. Ohne diese positiven Erlebnisse könnte man das Elend nicht ertragen.


Ein absolutes Happy – End gab es für Ornella ( die heute Maybe heißt ).
Der kleinen Maus wurden als Baby die Hinterbeine abgehackt. Wir holten sie nach Deutschland um ihr hier Prothesen anfertigen zu lassen.  Sie fand nicht nur eine liebevolle Familie, sondern auch ganz viele Menschen, die für sie spendeten und ihr somit  ein zweites Leben schenkten.  Unsere Bitte „ Ornella soll wieder laufen können“, wurde erhört. Sie läuft…und wie! 




Auch Hope ( Hoffnung ) machte ihrem Namen alle Ehre und uns zu glücklichen Menschen!
Hope kam in einem erbarmungswürdigen Zustand zu uns ins Tierheim. Sie ist Leishmaniose positiv und deshalb wollte sie keiner haben.  Kurz bevor Hope eingeschläfert werden sollte, kam die erlösende Nachricht, dass Hope eine Pflegestelle in Deutschland gefunden habe.  Die Pflegestelle verliebte sich in unsere sanfte Hope. Dort darf sie nun für immer bleiben. Und es ist doch so… die Hoffnung stirbt zuletzt!




Kiki. Sie wurde uns in einem Zustand ans Tor des Tierheims gebunden, der selbst uns erschreckte!
Kiki war in einem so erbarmungswürdigen Zustand, dass wir ihr nur wenige Chancen einräumten.
Sie war fast nackt! Sie hatte kaum Fell, ihre Haut entzündet, sie war voller Ungeziefer, Milben etc...
Sie war unterernährt und sehr, sehr matt und apathisch. Außerdem hatte sie große Angst vor allen möglichen Dingen und Geräuschen. Heute ist Kiki eine wunderschöne, lebenslustige Hündin geworden, die ebenfalls eine liebevolle Familie gefunden hat.



 

Natürlich sind diese 3 Beispiele nur ein verschwindend kleiner Teil der im letzten Jahr vermittelten Hunde.
Sie sollen aber zeigen worauf es in unserer Arbeit ankommt: dass man nie die Hoffnung verlieren darf – auch wenn es erst einmal danach aussieht.
Dass man sein Allerbestes geben muss und kann, damit jedes Tier eine zweite Chance erhält. Wir danken von Herzen allen, die dies möglich gemacht haben!

Ohne Ihre Hilfe hätten wir das alles nicht geschafft!

Wie jedes Jahr im Winter kommen nun erneute Schwierigkeiten auf uns zu.
Die Tiere frieren, es regnet, die Krankheiten breiten sich aus. Die Babys haben kaum noch Chancen ebenso wie die Alten und Kranken. Es ist die schwerste Zeit des Jahres.  Die besinnliche, gemütliche Weihnachtszeit ist für unser Tierheim eine Zeit des Schreckens! 

Wenn Sie uns über diese schwere Zeit hinweghelfen könnten, wären wir sehr froh und dankbar!
Wir haben unglaublich hohe Ausgaben, die wir alleine kaum tragen können!
Vielleicht kann ein kleiner Betrag entbehrt werden, der unseren Tieren sehr hilft!

Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche, geruhsame und ehrliche Weihnachtszeit!
Eine Zeit in der jeder sich auf das Wesentliche in seinem Leben freuen kann: auf die echte Liebe, die nicht fordert, sondern gibt.
Die teilt, verständnisvoll und gütig ist. Ohne nach dem Nutzen zu fragen.

Ich sah die Hunde in ihren Zwingern im Tierheim, Abfall der menschlichen Gesellschaft.

Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Furcht und Verzweiflung, Traurigkeit und Betrug.

Und ich war böse.

"Gott", sagte ich "das ist schrecklich! Warum tust Du nicht etwas?" Gott schwieg einen Augenblick

und erwiderte dann leise: "Ich habe etwas getan - ich habe Dich geschaffen."